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Informationen zum Projekt „Revitalisierung Schäflibach“

Das Projekt „Schäflibach“, im Abschnitt der Birmensdorferstrasse, war Teil der Gesamtplanung „Hochwassersicherheit für Urdorf“. Nachdem das Projekt Anfang 2017 öffentlich auflag und rechtlich gesichert wurde, beschloss der Gemeinderat Urdorf die Finanzierung. Ziel des Projektes war es, Massnahmen zum Hochwasserschutz umzusetzen und gleichzeitig dem damals kanalisierten Schäflibach auf diesem Abschnitt ein renaturiertes Bachbett zu schaffen.

Als erste Massnahme erfolgte der komplette Neubau des Bachdurchlasses beim ehemaligen Restaurant Pappel. Dieser unterirdische Kanal unter der Dorf- und der Birmensdorferstrasse, durch den der Schäflibach fliessen muss, war für das zu erwartende 100-jährliche Hochwasserereignis zu klein. Schon zweimal in den letzten hundert Jahren, am 30. Juli 1948 sowie am 12. Mai 1999, konnte der Durchlass das Hochwasser nicht mehr aufnehmen und es kam zu Überschwemmungen. Der neue Durchlass ist fast doppelt so gross und kann über 15‘500 Liter Wasser pro Sekunde aufnehmen. Zum Vergleich: Das grössere der beiden vergangenen Hochwasserereignisse, jenes vom Mai 1999, hatte eine Abflussspitze von 10‘000 bis 12‘000 Liter pro Sekunde.

Durch den Ausbau, die gesamtheitliche Renaturierung und die ökologische Aufwertung des Schäflibaches wurden die notwendigen Anforderungen an den Hochwasserschutz erfüllt. Zudem profitiert die Bevölkerung von einer aufgewerteten Erholungszone entlang des Fliessgewässers. Ebenso wurde für die Tierwelt neuer Lebensraum geschaffen. Mitte September 2019 feierte die Gemeinde zusammen mit der Bevölkerung die Einweihung des ersten von drei Hochwasserschutzprojekten.

Im Zusammenhang mit dem Sanierungsprojekt der Birmensdorferstrasse und der Redimensionierung der Feldstrasse wurde ein vierter Kreiselarm über dem Schäflibach erstellt, welcher eine bessere Erschliessung und Bewirtschaftung des angrenzenden Landwirtschaftslandes ermöglicht.

Gestützt auf die kantonalen Auflagen hinsichtlich der Hochwassersicherheit war die Gemeinde Urdorf gezwungen, im Bereich der Dorfstrasse 17, den eingedolten Bachtobelgraben auf einer Länge von 60 Metern zu öffnen und mit einem Einlassbauwerk zu versehen. Der alte Durchlass unter der Dorfstrasse hindurch erweiterte man nicht, da dieser bereits für ein 100-jährliches Hochwasser ausgelegt ist.

Projektvideo

Quelle: ProMedia, Urdorf